Nachdem ich im ersten Teil schon das papierlose Büro behandelt habe, gibt es nun Informationen über das digitale Geschäftskonto.

Es gibt viele Anbieter für digitale Geschäftskonten. Unter anderem das Konto des Berliner Fintechs N26. Auch das Britische Fintech Revolut bietet Konten für Selbstständige und Unternehmen an. Ich aber habe mich für den Anbieter Kontist entschieden.

Kontist hat, im Unterschied zu den beiden oben genannten keine eigene Banklizenz, sondern nutzt die des Zahlungsdienstleisters SolarisBank.

Mit Kontoeröffnung erhält man eine Virtuelle Kreditkarte (Mastercard) und eine weitere (kostenpflichtige) Kreditkarte für den Geldbeutel (Mastercard). Zu den weiteren Leistungen gehören unlimitierte SEPA-Überweisungen und das Konto rechnet sogar vor, wie viel man an Steuerzahlungen zu zahlen hat oder wie viel des Guthabens für die Firma/ den persönlichen Gebrauch übrig bleibt. Neu seit ein paar Wochen ist auch die WebApp, mit der man seine Finanzen auf dem Laptop oder PC einsehen und verwalten kann.

In der App gibt es auch den üblichen Service-Chat, entweder mit Bot oder echtem Mitarbeiter. Die echten Mitarbeiter sind kompetent, freundlich und schnell.

Wer schon eine Buchhaltung hat, wie z.B. MonkeyOffice, Sevdesk, Lexware u.ä., der kommt mit dem kostenlosen Kontomodell völlig zurecht. Für Kunden, die mehr benötigen oder vor der Gründung stehen, bietet Kontist auch kostenpflichtige Modelle mit Zusatzleistungen oder sogar einer Kooperation mit Lexware an.

Kontoauszüge und andere Informationen erhält man per PDF-Download und-/oder per E-Mail. Somit wird auch hier auf Papier und den Postversand verzichtet. Einzig bei der Kreditkarte wirld, logischerweise, noch ein Brief versendet.

Im Vergleich zu N26 oder Revolut bietet Kontist eher weniger Umfang und Features, aber dafür ist Kontist und die SolarisBank weniger Negativ in den Medien, ich sage nur Stichwort Russia-Connection bei Revolut und schlechte Kommunikation bei N26.

Im nächsten und zugleich letzten Teil gehe ich auf weitere Tools und Kniffe im digitalen Büro ein, ausserdem werde ich ein kleines Fazit meines 2. Jahres ohne Papierkram wagen.

Bild: © BITS & LIFE
Viele Freelancer und Selbstständige haben das Papierlose Büro nicht auf der Agenda, dabei könnte es