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Die DSGVO der EU ist seit einigen Tagen in Kraft und nicht nur ich habe über diesen riesigen, dampfenden Haufen … geflucht.

Ich, der Mittelständler:

Als mittelständischer Unternehmer kommt mir die DSGVO mehr in die Quere als zu gute. Warum das so ist? Na ja, als Webdesigner und Medienbegeisterter Mensch allgemein, erschwert mir die DSGVO auf schon fast perverse Art und Weise die Arbeit.

Folgendes Szenario als Beispiel:

Ich habe mehrere Websites, alle mehr oder weniger bis dato mit Google Fonts. Meist sogar nur mit einer Schriftart. Die DSGVO beinhaltet durch diverse Passagen, dass man keine Schriften mehr nutzen darf, die unter Umständen Daten an deren Urheber oder Bereitsteller übertragen könnten. Auch, wenn es nur eine Schrift ist.

Deshalb war ich gezwungen bei allen meiner bestehenden Websites auf die Systemschriftarten umzustellen. Ein Aufwand, der in keinem Verhältnis mehr steht und auch dem Auge schmerzlich zusetzt.

Aus der Sicht eines mittelständischen Unternehmens ist die DSGVO ein riesiger Haufen dampfender Scheiße, der von Menschen, die weder von der Materie noch vom Ausmaß deren Verbal- und Gedankendurchfälle Kenntnis haben.

Es ginge auch Anders:

Wie Anders, nicht Thomas Anders, sondern so: Man verbietet das Datensammeln einfach auf Urheberebene, statt die zu Strafen (ohne die KMU’s mit in die Scheiße zu reiten!), die sich nur an den Diensten der Datensammelwütigen bedienen. Technologie braucht Daten, wer keine Daten preisgeben möchte, soll Offline leben. Oder sich die Arbeit machen die tausende Browser-Plugins, die es bereits seit Jahren in den Stores von Google Chrome, Firefox & Safari gibt und bereits seit Jahren fast alle Aspekte der DSGVO umsetzen, herunterladen. Hier kommt aber wieder der Bequemlichkeitsfaktor, der nunmal Flächendeckend in Deutschland verbreitet ist, in die Quere, denn so müsste man ja mal selbst Aktiv werden, anstatt andere die eigene Arbeit machen zu lassen.

Ich, der Konsument und Angestellte:

Als Konsument und Angestellter kommen mir die neuen Rechte der DSGVO gerade Recht. Vor allem das Recht auf „Vergessenwerden“ und das Recht auf Auskunft ist gerade dann reizvoll, wenn man so seine Baustellen hat. Allerdings wurde hier seitens EU wieder Gepfuscht und Institutionen, die meiner Meinung nach schon lange Verboten gehören, wieder vogelfrei gestellt. Stichwort GEZ & Schufa

So oder so, die DSGVO verursacht mehr Schaden als nutzen, was man schon daran erkennt, das Technologie-Unternehmen Nutzer der EU bewusst ausgrenzt, da die schlicht als Startup keine Anlagen haben um sich DSGVO-Konform aufzustellen. So werden wir nicht digitalisiert, liebe Politiker, nein wir werden ausgelacht und, wie man sieht, ausgegrenzt.

Die Folgen:

Mehrere Medienanbieter aus den USA haben bereits Ihren Internetauftritt für die EU gesperrt, Blogs werden von der EU in die Knie gezwungen, was meiner Meinung nach schon ein Akt der Zensur ist und wie oben schon geschrieben, viele Dienstanbieter wollen Ihre Dienste für die EU auch teils aus Prinzip nicht mehr anbieten.

Abschließend kann ich nur sagen: Well Done, EU, das nächste Mal lasst Ihr das aber lieber Profis machen und nicht dieselben Stümper, auf deren Konto die DSGVO geht.