Heute muss ich einmal einen anderen Beitrag schreiben, da ich in meiner gesamten Pendler-Karriere noch nie so bodenlos von der Bahn behandelt wurde.

Angefangen hat alles in der Früh, mit dem RB 58504 von Neuhaus (an der Pegnitz) nach Nürnberg HBF. Die fahrt, eine der letzten über die alten Pegnitztalbrücken, verlief bis Nürnberg Erlenstegen durchaus normal. In Nürnberg Erlenstegen wollten dann Pendler aus dem Zug, was sich schwer gestaltet hat, da sich die Türen der nagelneuen BR 622 nicht geöffnet haben, selbst nach mehrmaligem drücken.

Vor dem nächsten Halt ertönte die Durchsage der Zugbegleiterin „Entschuldigen Sie, dass sich die Türen in Erlenstegen nicht öffnen liesen, bitte steigen Sie im nächsten Bahnhof aus“. In Nürnberg ist das kein Problem, da hat man alternativen wie Bus und Strassenbahn.

Fast Forward zu gestern Abend:

Ich, nachdem mein Regionalexpress 30 Minuten später aus Nürnberg gefahren ist und ich vorsichtshalber gleich auf den RB 58525 ausgewichen bin, fahre bereits mit 15 Minuten Verspätung nach Hause, dachte ich zumindest.

In Velden angekommen stand ich dann vor verschlossener Tür. Ich dachte mir ich sag‘ das mal lieber dem Zugführer und bin zu seiner Kabine. Dort angekommen empfing mich die Zugbegleiterin, die nicht einmal auf der Zugfahrt eine Fahrkartenkontrolle durchführte und auch nicht mitbekommen hat, dass die Türen sich nicht geöffnet hatten. Der Zugführer unterstellte mir ich hätte den Knopf zum öffnen nicht fest genug gedrückt, was für mich indirekt für dumm verkaufen bedeutet.

Auf Hinweis von mir, dass noch sämtliche Fahrgäste vor den Türen stehen, die sich angeblich geöffnet hätten, reagierte der Zugführer erst garnicht.

Ich frage mich, was einem Dienstleister durch den Kopf gehen muss, damit er seine zahlende Kundschaft derart für Dumm verkauft und nicht einmal einen Fehler eingestehen kann. Vorallem nachdem bekannt ist, dass ein solcher Fehler bereits in der Früh, am selben Tag, mit der selben Baureihe, vorgekommen ist.

Als Fahrgast fühlt man sich hier ordentlich Verarscht. Naja, eine Station weiter war dann Endstation, der nächste Zug fuhr in 40 Minuten, 40 Minuten gestohlene Zeit, weil ein Lokführer nicht geschafft hat aus dem Fenster zu sehen, oder weil die Zugbegleitung lediglich als Lufterfrischer mit im Zug anwesend war.

Ich für meinen Teil fordere von der Bahn eine Entschuldigung, da mich der Lokführer in aller Öffentlichkeit und vor anderen Fahrgästen für Dumm verkaufen wollte, zur Not wende ich mich hier ganz offen an den Verkehrsminister, den Bahnchef (E-Mail Adressen sind ja mittlerweile leicht zu erraten) oder auch gerne an das EBA. Auf jeden Fall werde ich mir ein solches Verhalten seitens der Bahn, deren zahlender Kunde ich bin, nicht bieten lassen.

Bild: © Fotoworkshop4You (Pixabay)
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