In der heutigen Arbeitswelt gelten andere Regeln als noch vor 50 Jahren. Damit hat so mancher HR-Mitarbeiter oder Geschäftsführer seine Probleme…

Das Thema mit den Arbeitszeiten…

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser und Diktatur perfekt. So zumindest könnte man die Thematik um die Arbeitszeit in manchen Betrieben beschreiben. Dass man damit aber nur eine Behörden-Mentalität in das eigene Unternehmen bringt, samt der Einstellung „Das ist nicht meine Aufgabe“, das vergessen die meisten oberen sehr schnell wieder.

Ein Mitarbeiter fühlt sich mehr Wertgeschätzt wenn er im Rahmen einer Kernarbeitszeit kommen und gehen kann wie er Lustig ist. Man ist ja schließlich erwachsen und kann selbst darauf achten, dass man während der Kernarbeitszeiten anwesend ist.

Wenn Kompetenz gegen Inkompetenz ausgetauscht wird…

Manchmal gelangen Menschen an die Spitze einer Abteilung, bei denen man sich ernsthaft fragt, was diese Personen dafür machen haben müssen. Von Kompetenz merkt man nicht viel und seit dem Führungswechsel fällt die Abteilung zunehmend durch Fehler und erhöhte bis extreme Fehlzeiten auf.

Dann ist es vielleicht Ratsam, nicht nur die Vorgesetzten nach dem Grund für dieses unternehmensschädliche Verhalten zu fragen. Manchmal ist der Vorgesetzte schlicht mit der Führung der Abteilung überfordert oder nicht ausreichend Kompetent dafür.

Die Weiterbildungsproblematik…

Wenn sich ein Mitarbeiter weiterbilden möchte kann das durchaus Positiv für den Betrieb sein. Leider gibt es noch zu viele Betriebe die immer noch der Meinung sind, Bildung ist ein Privileg der Oberschicht.

So kann es dann zu Situationen kommen, in der Vorgesetzte sich durch ihre intelligenteren Mitarbeitern bedroht fühlen und diese gezielt Benachteiligen, in Verruf bringen und sabotieren.

Die Sache mit der Angst…

…das ist die schlimmste Ausrede die man als Unternehmer haben kann. Motivierte Mitarbeiter leisten unbezahlte Mehrarbeit, in dem Sie Werbung für das Unternehmen machen – Mundpropaganda halt. Hier hilft es nicht, ein tolles Unternehmensbild zu zeichnen, es muss auch gelebt werden. Nicht nur nach Aussen.

Lebt man im Unternehmen allerdings eine Einstellung á la „Pass bloß auf, du bist austauschbar“ muss sich kein Unternehmer der Welt wundern, wenn seine Mitarbeiter, gerade die Jungen und nicht verbeamteten die kurz vor der Rente stehen, schneller Wegrennen als sie gekommen sind.

Fazit:

Will man junge, moderne Mitarbeiter im Unternehmen haben, muss man zuerst einmal die Bedingungen dafür schaffen, solche Leute halten zu können. Das mag am Anfang durchaus kosten verursachen, aber man erhält dafür Loyale Mitarbeiter, die einen nicht hinterrücks für eine neue Stelle verkaufen.

Leider denken viele Unternehmer noch in der Vergangenheit, wo sie durchaus auch noch Leben, wenn man also in Betriebsversammlungen Werte von 1965 gepredigt bekommt, ist das ein sicheres Zeichen dafür, dass man sich lieber einen neuen Arbeitgeber suchen sollte.

Bild: Rahul Singh